Neue Reitwege in Obercastrop

Einnahmen aus der Reitabgabe zurück im Kreis

Die meisten Pferde und immer mehr Reitwege – auch wenn man es dem Kreis Recklinghausen nicht zutraut: Mit über 9.000 Pferden und über 200 Kilometern ausgewiesenen Reitwegen ist dieser Kreis zahlenmäßig nur schwer zu übertreffen. Ein neuer Reitweg in Obercastrop sorgt nun dafür, dass sich auch hier neue Verbindungen auftun und weitere Lücken im Reitwegenetz geschlossen werden können.

„Ich freue mich sehr für die Reitbegeisterten, aber auch für alle anderen, die hier zu Fuß oder auf dem Fahrrad unterwegs sind. Denn durch den neuen Weg können alle, die sich hier in dieser wunderschönen Landschaft an der frischen Luft bewegen wollen, dies tun, ohne sich in die Quere zu kommen. Das ist klasse für alle Beteiligten. Unser besonderer Dank gilt der Bezirksregierung, die die Mittel aus der Reitabgabe zur Verfügung gestellt hat, aber auch den Grundstückseigentümern, die dazu beigetragen haben, dass die Wegführung in dieser Form überhaupt erst möglich geworden ist“, sagte Landrat Cay Süberkrüb anlässlich der Eröffnung des neuen (Rund-) Reitwegs.

Begeistert ist auch Bürgermeister Johannes Beisenherz: „Wir haben hier in Castrop-Rauxel schöne Ecken, die von den Reiterinnen und Reitern gerne genutzt werden. Ich danke dem Kreis und der Bezirksregierung dafür, dass sie diesen Weg hier möglich gemacht haben.“

Doch bei den bisherigen 200 Kilometern Reitwegen und weiteren rund 100 km Reitrouten zur Vernetzung der Reitwege soll es nicht bleiben. Geplant ist, das Reitwegenetz des Kreises mit dem der Stadt Herne im Bereich „Gysenberg“ zu verbinden. Damit wären sogar die Reitwege in Bochum nutzbar. Erste Sondierungsgespräche mit den Grundstückseigentümern laufen bereits. Carsten Uhlenbrock als zuständiger Projektleiter vom Kreis Recklinghausen und Dieter Salzmann, Breitensport-Beauftragter des
Kreisreiterverbands, erinnern bei dieser Gelegenheit daran, dass bald die neue Reitplakette fällig wird: „Diese Reitabgabe ist wichtig, um Maßnahmen wie neue Reitwege realisieren zu können, da die Neuanlage und die Instandsetzung der Reitwege ausschließlich aus dieser zweckgebundenen Abgabe finanziert werden. Dabei sprechen wir auch nicht über horrende Summen – beim Erstantrag werden 39,50 Euro als Jahresgebühr fällig, der Folgeantrag kostet 30,50 Euro. Die Plaketten lassen sich in der Jahresverlängerung bequem per Internet oder sogar „per Abo“ bestellen. Jeder, der in der freien Landschaft oder im Wald reitet, muss ein gut sichtbares, beidseitig am Pferd angebrachtes gültiges Kennzeichen führen.“

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