Kurz notiert – Zwischen Corona, Lockdown, der Liebe und Freundschaft

Seit dem 02.11.2020 befinden wir uns nun wieder im Ausnahmezustand. Alle vier Wochen entscheidet die Bundesregierung über neue Lockerungen und Einschränkungen. Die deutsche Wirtschaft scheint in einigen Bereichen am Ende, Kinder und Jugendliche drehen durch, da soziale Kontakte fehlen und das geistige Gut auf der Strecke bleibt, da Homeschooling stattfindet und einige Eltern dem nicht gerecht werden können. Sei es aus kognitiven oder technischen Gründen. Ignorante Querdenker feiern illegale Partys oder treffen sich in ihren Wohnungen mit zahlreichen Freunden und scheren sich einen Dreck um Ansteckungen und ihre Folgen. Einige Intensivstationen kommen an ihre Grenzen und der Impfstoff, der alles besser machen soll, kann gerade nicht geliefert werden.

Was für eine Welt!

Und wieder zeigt sich, dass es nur noch wenig Liebe, Rücksicht und Freundlichkeit gibt. Ich bin mir der Nächste, sei es an der Kasse, wenn es nicht schnell genug geht oder wenn es wieder Klagen hagelt, weil jemand glaubt, in seinen Grundrechten eingeschränkt zu sein.

Wo bleibt die Nächstenliebe? Ja klar, es soll jetzt hier auf keinen Falls ins Religiöse abgerutscht werden und es soll jetzt auch keiner seinen Nächsten im engeren Sinne lieben, aber einfach mal ein bisschen Rücksicht?

Rücksicht und etwas Verzicht in einer Gesellschaft wie unserer, in der es uns doch gut geht? Seid froh, dass wir keinen kompletten Lockdown haben, wie in Spanien. Wäre es schöner nur noch zur Arbeit und zum Einkaufen zu dürfen?

Auch wenn wir jetzt vielleicht etwas eingeschränkter leben müssen, ohne das Fitnessstudio oder den Restaurantbesuch – es wird auch wieder bessere Zeiten geben. Lasst es erst einmal wieder wärmer werden, dann könnt ihr euch wieder draußen an der Sonne mit euren Freunden und Familien treffen. Reisen wird dann sicherlich auch wieder möglich sein.

Bis dahin noch etwas Geduld und die Kleinen Dinge genießen. Den Spaziergang im Wald, das leckere Essen zu Hause, das selbst gekocht wurde. Einfach mal Neues ausprobieren. Die Zeit mit den Menschen genießen, die man noch treffen darf. Sich darüber freuen, dass wir noch eine Person aus einem Haushalt treffen dürfen, auch wenn es bei 2 Paaren schon unmöglich und unsinnig ist, dass diese sich eigentlich nicht in der Öffentlichkeit treffen würfen. Aber naja, auch das werden wir (hoffentlich) überleben.

Das Virus muss schnell unter Kontrolle gebracht werden, damit keiner von unseren Lieben angesteckt wird.

Corona hat vielleicht auch etwas Gutes: Liebe entwickelt sich anders – vielleicht besser, weil die Zeit intensiver genutzt wird? Freundschaften werden enger oder gehen außeinander. Man lernt den Partner von einer anderen Seite kennen, ob nun gut oder schlecht. Das Zwischenmenschliche wird einfach intensiver.

In diesem Sinne. Einen schönen Start in die Woche 🙂

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